Erfolgreiche Bilanz der Wirtschaftsförderung in der Region
Wirtschaftsförderer aus Lauenburg, Stormarn, Ostholstein und Lübeck berichteten am Mittwoch in den MediaDocks erstmals
gemeinsam über ihre Arbeitsergebnisse. Die Bilanz fiel durchweg positiv aus.
"In der Wirtschaftsförderung kommt es darauf an, nicht erst Maßnahmen einzuleiten, wenn sich eine Hochwetterlage am
Konjunkturbarometer abzeichnet, sondern noch während der Schlechtwetterperiode Vorkehrungen zu treffen, um bereits bei
einsetzendem Wetterumschwung so gut wie möglich gerüstet zu sein", so Dirk Gerdes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung
Lübeck. |
Dafür müssen nicht nur ausreichend Gewerbeflächen bevorratet, sondern auch Strategien über die politischen Grenzen
hinaus entwickelt werden. Vor diesem Hintergrund können die Wirtschaftsförderungsgesellschaften zwischen Hamburg und Lübeck
auf eine ausgesprochen positive Bilanz für das Jahr 2006 verweisen.
Die Ergebnisse sowohl der Region in ihrer Gesamtheit als auch der jeweiligen Gesellschaften wurde von den Geschäftsführern
Claus-Peter Matthiensen (egoh), Norbert Leinius (WAS), Werner Hesse (WFL) und Dirk Gerdes (Wirtschaftsförderung Lübeck) auf
der ersten gemeinsamen Jahrespressekonferenz der vier Wirtschaftsförderungsgesellschaften vorgestellt.
(v.li.) Dirk Gerdes, Norbert Leinius, Werner Hesse und Claus-Peter Matthiensen zogen am Mittwoch eine positive Bilanz.
Foto: WiFö
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Anlass dieses Novums ist die Tatsache, dass die beteiligten Wirtschaftsförderungsgesellschaften künftig eine Förderregion
im Zukunfts- und Strukturprogramm Schleswig-Holstein bilden. Eine Region, in der 800.000 Menschen leben - davon 360.000 Erwerbstätige
in 60.000 Unternehmen. Hier werden 30% der schleswig-holsteinischen Produkte und Dienstleistungen erzeugt - Tendenz steigend. Nahezu
jeder dritte Arbeitsplatz in Schleswig-Holstein befindet sich in dem südöstlich gelegenen Landesteil. In Bezug auf neu entstehende
Arbeitsplätze und Produktivitätskennziffern liegt die Region deutlich über dem Landestrend. Kurzum: In der Region ist die Dynamik
zuhause.
Entgegen der sonst üblichen Praxis wurde der Erfolg dabei nicht ausschließlich an der Ansiedlungs- und Verkaufsbilanz festgemacht,
sondern an der gesamten Bandbreite der Wirtschaftsförderungsaktivitäten. "Wirtschaftsförderung umfasst Bestandspflege, Beratung,
Begleitung investitionswilliger Unternehmen genau so wie die Akquisition von Fördermitteln und die Wertschöpfung durch
Brancheninitiativen", erläutert Gerdes bei der Vorstellung der gemeinsamen Erfolgsbilanz.
In 2006 wurden von den vier Wirtschaftsförderungsgesellschaften beispielsweise rund 2.000 Beratungsgespräche geführt - eine Steigerung
gegenüber den Vorjahren. Dabei wurde deutlich, dass die Betreuung der Unternehmen zunehmend komplexer wird. 450 Unternehmen in der Region
sind in Brancheninitiativen wie beispielsweise der "foodRegio aktiv" und engagieren sich so für den Standort. Dies unterstreicht die
wachsende Bedeutung von Branchenschwerpunkten. Auch die Grundstücksverkäufe sind flächenmäßig mit 500.000 Quadratmetern deutlich gestiegen,
wobei schon jetzt abzusehen ist, dass die Nachfrage auch in 2007 anhält. Ein weiterer positiver Trend zeichnet sich bei der Schaffung neuer
Arbeitsplätze ab. So sind durch die Arbeit der Wirtschaftsförderungsgesellschaften in 2006 insgesamt 1.500 zusätzliche Arbeitsplätze im
Südosten des Landes entstanden.
HL-Live, Text-Nummer: 28837, Autor: Heike Biegansky, vom 17.01.2007
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