Dr. Matthias Esche, Werner Hesse und
Ernst du Maire:
WFL erwartet starke Zunahme an Investitionen im Kreis.


Foto: Olaf Kührmann
Ratzeburg (ok) - "Wir könnten jedem Unternehmen eine Heimat bieten", sagt Dr. Matthias Esche, Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg (WFL). Die WFL nutze die wirtschaftlich hervorragende Substanz des Geesthachter Innovations- und Technologie-Zentrums (GITZ) und der GKSS in Geesthacht, denn: "Wir müssen vorhandene Immobilien besser auslasten." Und obwohl der Kreis unter einem "Fördergefälle nach Osten" leide, könne die WFL zufrieden auf das Jahr 2006 zurückblicken: Immerhin 21,7 Millionen Euro Investitionsvolumen seien durch die Tätigkeit der Wirtschaftsförderer ausgelöst worden.
Esche: "Dieses Geld wird von insgesamt 27 Unternehmen aufgewandt, um sich für die Zukunft fit zu machen. Unter diesen Firmen befinden sich 12 Unternehmen, die sich im vergangenen Jahr neu für
einen Standort im Kreis Herzogtum Lauenburg entschieden haben. Neun bereits bestehende Betriebe haben ihre Kapazitäten ausgebaut und sechs Existenzgründer fassten nach eingehender Beratung den Mut, sich selbstständig zu machen. Zusammen wollen diese Unternehmen 498 Arbeitsplätze an den neuen Standorten bereitstellen."
Auf eine "Erfolgsgeschichte ohnegleichen" wies Ernst du Maire, stellvertretender WFL-Aufsichtsratsvorsitzender, hin: "Gegenwärtig planen wir den dritten Bauabschnitt. Denn wir leben von der aufstrebenden Metropolregion Hamburg, einer Stimmung, die wir uns auch aus Lübeck wünschen. Sie wäre der entscheidende Impuls, um mehr wirtschaftliche Aufbruchs-
stimmung auch im Nordkreis zu erzeugen und Strukturschwächen abzubauen."
Die WFL hoffe darauf, vor den Toren Geesthachts, zwischen Bundesstr. 5
und der GKSS, einen "technologischen Verdichtungsraum" schaffen zu können. Jetzt liege es an der Stadt Geesthacht, entsprechende Planungsschritte vorzunehmen. "Die Wirtschaft in unserem Kreis muss spezifische Stärken entwickeln, die nicht ohne Weiteres austauschbar sind", sagt du Maire. Die Hoffnung der WFL sei, innovative Zukunftstechnologie in den Kreis zu ziehen. An sieben Standorten im Kreis kann die WFL interessierten Unternehmen kostengünstige Grundstücke anbieten.
Die WFL glaube daran, auch im Jahre 2007 eine starke Zunahme an Investitionen im Kreis Herzogtum Lauenburg verzeichnen zu können.
WFL-Geschäftsführer Werner Hesse: "Am Jahresanfang ist allerdings noch immer alles bei Null. Wir setzen bei unseren Bemühungen nicht zuletzt auf das 'Zukunftsprogramm Wirtschaft', EU-, sowie Infrastruktur-Fördermittel."
Viebranz Verlag, Wochenendanzeiger, 02.03.2007