Mehr Wachstum auf dem Lande

Fördermittel in Höhe von 722 Millionen Euro für neue Projekte bis 2013

VON SILKE GEERCKEN SCHWARZENBEK - Mehr Wachstum - mehr Beschäftigung. Ein Ziel, das das Land Schleswig-Holstein mit seinem Zukunftsprogramm Wirtschaft verfolgt. Informationen darüber gab es gestern im Schwarzenbeker Rathaus.
"Wir sehen uns als Subventionsanimateure und möchten den Kommunen deutlich machen, welche Möglichkeiten und Chancen der Förderung sie haben", machte Werner Hesse (Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Herzogtum Lauenburg) deutlich. Zusammen mit seinem Kollegen Norbert Leinius (Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn) möchte er Projekte im Südosten des Landes anschieben. Rund 50 Bürgermeister der beiden Kreise sowie Vertreter öffentlicher und gemeinnütziger Einrichtungen waren gekommen, um sich über die Fördermöglichkeiten zu informieren. Bis 2013 stehen 720 Millionen Euro für Schleswig-Holstein zur Verfügung. Mehr als die Hälfte kommt aus Brüssel, der Rest von Bund und Land.
Doris Roloff (Wirtschaftsministerium) informierte die Teilnehmer über die zur Verfügung stehenden Mittel und das Antragsverfahren. Claus-Peter Matthiensen, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein und der Regionalgeschäftsstelle Süd-Ost (zuständig für die Kreise Herzogtum Lauenburg und Stormarn, Ostholstein und die Stadt Lübeck) präsentierte das Mitarbeiterteam, das für die Beratung der Antragsteller zur Verfügung steht.



Sie stellten gestern in Schwarzenbek das Zukunftsprogramm Wirtschaft vor: Claus-Peter Matthiensen, Doris Roloff, Werner Hesse, Norbert Leinjus (v.l.). Foto: GE
Landrat Gerd Krämer und die beiden Wirtschaftsförderer riefen alle potentiellen Projektträger auf, Ideen zu entwickeln und die neuen Fördermöglichkeiten zu nutzen. Die Förderung liegt bei rund 15 Prozent und mehr. "Voraussetzung für eine Projektförderung ist, dass es zu Wachstum und Weiterbeschäftigung beiträgt", sagte Roloff.

Werner Hesse nannte einige Ideen für den Kreis Herzogtum Lauenburg: Einrichtung einer Seemeile am Ratzeburger See(Flanierpromenade), Technologie-Park am GKSS-Forschungszentrum, DSL-Ausweitung auf dem Lande, Erweiterung der Tourismusinfrastruktur. Aber auch kleine Firmen und Berufsbildungszentren kommen in den Genuss einer Förderung.

Interessierte Projektträger aus dem Lauenburgischen erhalten nähere Infos unter Telefon 0 45 41/8 60 40,
aus dem Kreis Stormarn unter Telefon 0 45 31/1 27 20.
Lübecker Nachrichten vom 18.04.2007