Geesthacht setzt auf Hightech-Firmen
Gelände der früheren Sprengstofffabrik wird "Science-Park"

In spätestens fünf Jahren soll das Gewerbegebiet an der Max-Planck-Strafe fertig sein.
Von Timo Jann

Geesthacht. Mit einem "Science-Park" an der Max-Planck-Straße will Geesthacht seine Stellung als Technologie-Standort im Hamburger Osten weiter ausbauen. In dem Gewerbepark, der für Unternehmen aus der Hightech-Branche reserviert ist, sollen die Firmen zukunftsweisende Techniken entwickeln und vermarkten können. Profitieren würden sie von der Nachbarschaft zum GKSS-Forschungszentrum und dem Geesthachter Innovations- und Technologie-Zentrum (GITZ). "Das ist hier ein idealer Platz für so ein Projekt", sagt GITZ-Geschäftsführer Dr. Rainer Döhl-Oelze.
Das Gelände, das für den "Science-Park" vorgesehen ist, ist ein altes Trümmergebiet westlich der Zufahrtsstraße von der B 5 zum GKSS. Früher produzierte hier Alfred Nobel Sprengstoff. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs und Demontage der Fabrik liegt das Areal in einem Dornröschenschlaf. Die Stadt Geesthacht will laut Bürgermeister Ingo Fokken im kommenden Jahr die erforderlichen planerischen Schritte auf den Weg bringen.

"In fünf Jahren könnte hier bereits einiges zu sehen sein", sagt Werner Hesse, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herzogtum Lauenburg (WFL). Die WFL würde gemeinsam mit der Stadt das "Science-Park"-Gelände erschließen und vermarkten. Erwartet werden wirtschaftliche Impulse nicht nur für Geesthacht, sondern für die ganze Region.


Neben dem GKSS-Forschungszentrum und dem Innovations- und Technologie-Zentrum soll der
"Science-Park" entstehen. Foto: Jann
Ziel soll es sein, den Hightech-Firmen aus dem GITZ eine dauerhafte Bleibe zu bieten. 21 Firmen haben sich im GITZ inzwischen angesiedelt. Sie produzieren unter anderem Röntgenspiegel oder Karosserieteile für Sportwagen. Im GITZ können sich die Firmen nach der Gründung zu günstigen Konditionen entwickeln, sollen aber langfristig wieder ausziehen und neuen Existenzgründern Platz machen. Im "Science-Park" könnten sie sich ansiedeln und weiter von der Nähe zum Forschungszentrum profitieren. "Das Gewerbegebiet Nord" wäre schon zu weit weg. Da würde die Entscheidung zur Ansiedlung dann wohl eher für Hamburg fallen", sagt Dr. Rainer Döhl-Oelze.

Lauenburgische Landeszeitung vom 22.10.2007