Lauenburgische Krone als MarkeDie Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFL) umwirbt jetzt bundesweit Unternehmer mit einer Großkampagne, die in dieser Form einmalig in Deutschland sein soll. Sie möchte erreichen, dass mehr Firmen ins Lauenburgische ziehen.Von Marc von Kopylow |
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![]() Daumen hoch für die WFL-Kampagne, von links: Bernd Rohwer (IHK), Klaus Langerbeins (Nanoresins AG), Landrat Gerd Krämer, Werner Hesse (WFL), Jan Schnau (McCann), Rainer Burghardt (Kreissparkasse), Staatssekretär Klaus Schlie und Peter Krüger-Herbert (McCann). (Foto: Kopylow) ![]() Im Manager Magazin, der Wirtschaftswoche, dem Abendblatt oder den LN sowie auf Großplakaten im öffentlichen Raum will das Herzogtum um Unternehmen werben, mit witzigen Sprüchen. |
Mit dem Krönchen im Kreiswappen prescht der Kreis Herzogtum Lauenburg als neue Marke vor, will erstmals bundesweit wahrgenommen werden als Wirtschaftsstandort besonderer Güte. Dazu hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFL) jetzt eine Großkampagne gestartet.
Ihr Ziel: 33 Millionen Kontakte zu Spitzenunternehmen herstellen noch in diesem Jahr. Die Kampagne läuft auf diesem Niveau fünf Jahre, macht nach Adam Riese wie viele Kontakte? Dagegen sollen nach dem Willen der Imagewerber die Ergebnisse der vergangenen 20 Jahre Wirtschaftsförderung verblassen. WFL-Geschäftsführer Werner Hesse sagt: "Mit dieser Kampagne wird unser bisheriges leises Flüstern laut über die Grenzen der Region hinaus deutlich hörbar werden."
Dabei könnten sich die Erfolge der WFL aus den 20 Jahren Wirtschaftsförderung durchaus sehen lassen: 530 Unternehmen vertrauten auf die Standortbedingungen im Kreisgebiet und siedelten sich an. Dabei wurden etwa 8.600 Arbeitsplätze geschaffen und 447 Millionen Euro investiert. Ein Beschäftigungszuwachs von 16,7 % katapultierte den Kreis auf vordere Ränge in Schleswig-Holstein. Jetzt will die WFL noch einen Spurt einlegen bei der Unternehmensansiedlung. Die Kampagne ist teuer angelegt, kostet den Kreis allein in diesem Jahr 750.000 Euro. Dazu gehören offensives Marketing, ein langfristiger Gewerbe-Entwicklungsplan und Innovationsförderung durch Vernetzung von Unternehmen. Die Crème aus Wirtschaft und Politik im Lauenburgischen kam zusammen beim Startschuss der Kampagne in der Scheune des Hotels Waldhof auf Herrenland in Mölln. |
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In einer Talkrunde vor 130 Gästen bezeichnete Staatssekretär Klaus Schlie die Region als Kraftzentrum und hob hervor: "Der Mittelstand federt die Krise ab." Er forderte eine Ostquerung der Elbe und einen Autobahnring um Hamburg. Landrat Krämer hofft auf eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent, die sich in 20 Jahren einstellen könnte. IHK-Hauptgeschäftsführer Bernd Rohwer sagte: "In Zukunft werde es einen Wettbewerb um die besten Arbeitsplätze geben." Kreissparkassenchef Rainer Burghardt konstatierte: "Wenn die Beltquerung kommt, wird der Kreis noch attraktiver".
Zwei Drittel der wirtschaftlichen Entwicklung spiele sich im Südkreis ab. Für die Unternehmer sagte Klaus Langerbeins, Vorstand der Nanoresins AG in Geesthacht: "Hier kann man noch auffallen durch das, was man tut. Das ist ein ganz anderes Arbeiten. Damit kann man viel schneller erfolgreich sein."
Er stand wie viele andere auf Spitzentechnologie spezialisierte Unternehmer für die WFL -Werbekampagne Modell. Gestern konnten LN-Leser die erste Anzeige dieser Art in der Zeitung sehen. In Wirtschaftsblättern und -magazinen, überregionalen Zeitungen und auf Großplakaten in Großstädten soll es demnächst nur so wimmeln von WFL-Anzeigen. Die Gestaltung übernahm McCann Erickson, eine weltweit operierende Werbeagentur.
Sie ist verantwortlich für das Motto: "Wir adeln ihre Geschäftsidee", das mit gleißend weißem Licht auf den Werbefotos unterlegt ist und Innovation, Zukunft und Erfolg versprechen soll. Manch einer wird da eine Weile drüber nachdenken müssen - ein Anker im Hirn. Lübecker Nachrichten, 02.10.2009 |
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