WFL lädt ein: Unternehmer kommt ins Herzogtum
Mölln (mn). Trotz Krise hin, Krise her - die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Herzogtum
Lauenburg (WFL) steckt den Kopf nicht in den Sand. Im Gegenteil. Mit einer neuen Marketing-Kampagne geht die WFL in die Offensive. Mit einer Standort Initiative möchte die Gesellschaft
Firmen und Unternehmen aus ganz Deutschland in das Herzogtum locken. |
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| Als ein wichtiges und deutliches Signal für den Kreis bezeichnete Werner Hesse die neue
Standortoffensive. Im 20. Jahr ihres Bestehens startet die WFL noch einmal richtig durch.
"Wann haben Sie zum letzten Mal etwas zum Ersten Mal erlebt?", fragte Hesse die Gäste.
"Es ist zumindest auf regionaler Ebene das erste Mal in Deutschland, dass eine so
umfangreiche Kampagne gestartet wird". Ziel sei es, durch innovative Ansätze zusätzliches
Wachstum in die Region zu generieren. Die von der renommierten Hamburger Werbeagentur McCann Erickson entwickelte Kampagne soll Unternehmen mit ihrer Werbekampagne den Weg ins Herzogtum weisen. Vorgestellt wurde unter anderem das Kampagnen-Mobil mit ihren großflächigen Plakaten. Bildlich werben auf ihnen heimische Unternehmer und ihre Firmen. |
![]() Mit großen Plakatwänden und Promotion-Aktionen will die Marketing-Kampagne Unternehmen für den Standort Herzogtum Lauenburg interessieren. |
Weiterhin werden künftig Anzeigen in überregionalen Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazinen
geschaltet. Jan Schnau von McCann Erickson: "Mit unseren vielfältigen Aktivitäten erzielen
wir im Kampagnenzeitraum 2009 rund 33 Millionen Kontakte". Megaposter und Promotion-Aktionen
ergänzen das Konzept, das ganz auf die Zielgruppe Unternehmen abgestimmt ist.ErfolgsgeschichteIn seiner Rede ging Werner Hesse auf die Geschichte der WFL ein. "Eine Erfolgsgeschichte", freut sich der Geschäftsführer. In 20 Jahren sei es gelungen rund 530 Unternehmen mit etwa 8.600 Arbeitsplätzen anzusiedeln. Stets geeignete Flächen an den richtigen Orten waren ein wichtiger Faktor. "Es besteht auch kein Grund, sich auf dem Erfolg auszuruhen", mahnte Hesse an. Fehlende Arbeitsplätze, geringe Steuereinnahmen und hohe Pendlersaldo verpflichten zum Handeln. Der Kreis besitzt keine gravierenden Standortnachteile. Auswärtige Unternehmen müsse der Kreis schmackhaft gemacht und mit konkreten Angeboten gelockt werden. "Wenn wir neue Firmen für unsere Region gewinnen wollen", betonte Werner Hesse, müssen wir uns kraftvoll zu Wort melden.Mit dieser Kampagne wird unser bisheriges leises Flüstern laut über die Region hinaus hörbar sein." ArbeitsplätzeIn Talkrunden, die von Radiomoderator Carsten Kock geleitet wurden, schauten die Gesprächspartner auf die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre zurück und wagten einen Blick in die Zukunft. Klaus Schlie erinnerte sich an die Zeit vor dem Mauerfall: "Die Entwicklung im Kreis war sehr eingeschränkt, das Herzogtum war der strukturschwächste Nachbarkreis von Hamburg." Die Wende sei damals die Chance gewesen. "Jetzt anpacken hieß es", so Schlie. Die Gründung der WFL habe zur rechten Zeit stattgefunden. Der Einzugsbereich sei gewachsen, neue Gewerbegebiete ausgewiesen worden.Landrat Krämer bezeichnet die WFL ebenfalls als Glücksfall. Die Gesellschaft könne heute Interessierten kurzfristig Flächen anbieten. IHK-Chef Bernd Rohwer ging auf die Krise ein, sieht jetzt eine Renaissance des Mittelstandes heraufziehen, da die "abgehobene Finanzwelt und Konzerne auf den Bauch gefallen sind". Als "mutige Entscheidung" wertete Rohwer denn auch die Kampagne, um Unternehmen ins Herzogtum Lauenburg zu ziehen. Aber nicht nur Firmen, sondern auch qualifizierte Arbeitnehmer gelte es, anzuwerben. Die Lebensqualität, die Natur im Kreis seien ein gewichtiges Pfund. "Die Kampagne ist eine Gesamtstrategie für die besten Köpfe", unterstrich Bernd Rohwer. Möllner/Ratzeburger Markt 3. Oktober 2009 |
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