WFL sieht regionale Wirtschaft im Aufwind

Von Martin Stein
RATZEBURG -Die Wirtschaftförderung Herzogtum Lauenburg (WFL) hat bei ihrer Jahrespressekonferenz gestern in Ratzeburg eine optimistische Einschätzung für die kommenden Jahre mit vielversprechenden Perspektiven für die Region vorgelegt. "Wir sehen hoffnungsfroh in die Zukunft", sagte WFL-Geschäftsführer Werner Hesse, der von einer anziehenden Konjunktur mit deutlich mehr Anfragen von ansiedlungswilligen Betrieben berichtete.

Mit dem Ausblick auf eine Stärkung der lauenburgischen Wirtschaftskraft legten Schlie, Hesse und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Matthias Esche auch eine Ansiedlungsbilanz für die vergangenen zehn Jahr vor. Die in diesem Zeitraum von der WFL angesiedelten 558 Unternehmen hätten sich vertraglich zu Investitionen von 521 Millionen Euro und zur Schaffung von 8800 Arbeitsplätzen verpflichtet. Und das im Rahmen einer Wirtschaftsförderung "zum Nulltarif", wie es der Geschäftsführer formulierte. Die WFL sei nach der Anschubfinanzierung bei ihrer Gründung vor mehr als 20 Jahren ohne öffentliche Zuschüsse ausgekommen. "Wir sind eine der ganz wenigen Regionen in Deutschland, wo so etwas funktioniert hat", unterstrich Esche.



Die Aufsichtsratsmitglieder, Innenminister Klaus Schlie (links) und Dr. Matthias Esche (rechts) mit dem WFL-Geschäftsführer Werner Hesse gestern bei der Pressekonferenz in Ratzeburg. Foto: Martin Stein
Mit Blick auf die seit 2009 laufende millionenschwere Imagekampagne für den Kreis Herzogtum Lauenburg sagte Aufsichtsratschef Schlie, dass man für ein solche Unternehmen einen "langen Atem" brauche. Sein Stellvertreter Esche zeigte sich angetan von der Umsetzung der bundesweiten Werbeoffensive: "Ich bin überrascht, mit wie viel Kreativität das eher trockene Thema Standortmarketing umsetzt wird: Harte Fakten mit Humor und oft auch mit einem Augenzwinkern zu vermitteln, halte ich für eine rundum sympathische Art, die zu dieser wunderschonen Region passt."

Voran kommt nach Hesses Worten auch das Projekt Science-Park Geesthacht. Erst in der abgelaufenen Woche habe er dazu Gespräche mit dem GKSS-Forschungszentrum und mit dem Geesthachter Bürgermeister geführt.

Lübecker Nachrichten, 21/22.03.2010