Neue Chancen für die Wirtschaft in der RegionWFL informierte über ihre ArbeitRatzeburg (te). Im Gesamtton optimistisch hat die Wirtschaftsförderung Herzogtum Lauenburg (WFL) Rückschau und Ausblick gehalten. Innenminister Klaus Schlie, Vorsitzender des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter Dr. Matthias Esche und Geschäftsführer Werner Hesse informierten bei ihrer Jahrespressekonferenz in Ratzeburg über die Arbeit der WFL. Die mittelständische Struktur habe dazu beigetragen, dass die Region die Finanzkrise besser durchgestanden habe als große Ballungsgebiete, so ihr Fazit."558 Unternehmen konnte die WFL im Kreisgebiet ansiedeln", fasste Schlie Erfolge im Zeitraum 1989 bis 2009 zusammen. Diese Betriebe hätten sich vertraglich zu Investitionen von 521 Millionen Euro verpflichtet sowie dazu, 8.800 Arbeitsplätze einzurichten. | |
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Arbeitsplätze und Steueraufkommen für den Kreis Herzogtum Lauenburg zu schaffen sowie strukturelle Defizite abzubauen seien als Aufgaben klar definiert gewesen, als der Kreistag vor mehr als 20 Jahren beschloss, die WFL zu gründen. Seit 15 Jahren trage sich die Gesellschaft inzwischen selber ohne Zuschüsse.
Neue Chancen für den Wirtschaftsstandort Herzogtum Lauenburg sieht Schlie im Landesentwicklungsplan, der zurzeit überarbeitet und dem Kabinett noch vor der Sommerpause zum Beschluss vorgelegt werde. Laut neuer Definition könne wirtschaftliche Entwicklung verstärkt entlang der B 207 als Hauptverkehrsachse stattfinden, erklärte Schlie. Gewerbe vermehrt in der Fläche anzusiedeln, sei künftig ebenfalls einfacher umzusetzen. In Kasseburg und Kuddewörde sowie eventuell im Norden des Kreises im Bereich der Bahnlinie und A 20 könnten neue Gewerbeflächen entstehen, wagte Geschäftsführer Werner Hesse einen Ausblick. |
![]() präsentierten den WFL-Rückblick: Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schlie, Geschäftsführer Werner Hesse und der stellvertretende Vorsitzende Dr. Matthias Esche (v.li.). Foto: Tecklenburg |
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Nach einer umfangreichen Stärken-Schwächenanalyse habe die WFL festgestellt, dass die meisten Unternehmen im Kreis "recht zufrieden" seien, so Geschäftsführer Hesse. Aber man habe kein Alleinstellungsmerkmal finden können. Um den Bekanntheitsgrad der Region zu erhöhen, hatte der Kreistag 2008 eine breit angelegt Standortinitiative beschlossen, die die die WFL umsetzt. Im Rahmen eines langfristigen Konzepts soll ein wettbewerbsfähiges Angebot an Gewerbeflächen sicher gestellt werden. Außerdem soll ein umfassendes Standortmarketing eingeführt werden, um die Vermarktung von Gewerbeflächen der Region zu stärken. Im Rahmen der Standortinitiative möchte die WFL auch durch mehr Einsatz im Bereich Technologie und Innovation die regionale Wirtschaftsstruktur festigen. "Ich bin überrascht, mit wie viel Kreativität das eher trockene Thema Standortmarketing umgesetzt wird", beurteilte Matthias Esche die Kampagne. "Harte Fakten mit Humor und oft auch mit einem Augenzwinkern zu vermitteln, halte ich für eine rundum sympathische Art, die zu dieser wunderschönen Region passt."
Ratzeburger Markt, 24.03.2010 |
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